Kellan Lutz Interview von der Twilight Eclipse Party in Baton Rouge

Bei einer Party in Baton Rouge, Louisiana, zum DVD-Release von Twilight Eclipse – Bis(s) zum Abendrot, gab Kellan Lutz, er spielt in der Twilight-Saga Emmett Cullen, ein Telefoninterview für die Huffington Post. Darin erzählt er, warum er neben den großen Studio-Produktionen wie die Twilight-Filme oder Immortals auch gerne kleine Independent-Filme macht.

Außerdem spricht er von seinen Großeltern in Iowa, welche die Karriere von Kellan Lutz mit Stolz verfolgen, und er gerne ihretwegen die großen Anstürme ihrer Freunde und Nachbarn für Fotos und Autogramme in ihrer kleinen Stadt mitmacht. Man erfährt auch, wie es ihm gegangen ist, als er zum ersten Mal ein Plakat von sich von der Calvin Klein Campagne sah.

Hallo?

Hi Fabio.

Hi Kellan, wie geht’s?

Mir gehts fabelhaft, und dir?

Mir gehts ziemlich gut. Wie ich verstanden habe bist du in Louisiana und drehst den letzten Teil der Twilight-Serie?

Ja, ich bin gerade wieder hergeflogen. Ich war wirklich gesegnet mit diesen Filmen. Dieser hier ist ein großer, siebenmonatiger Film, aber es ist angenehm Zeit zu haben, um nach LA und zu anderen Orten und wieder zurück zu fliegen, weil man hier und da eine Woche freie Zeit hat. Daher ist es angenehm. Ich bin wieder zurück, es ist mein vierter Rückflug. Und ich liebe Baton Rouge, ich bin wirklich glücklich darüber, hier zu drehen. Ich habe hier vergangenen Mai gedreht, ich hatte, wie du weißt einen Film, der nicht so hektisch mit Fans war, weil nicht die ganzen Twilight-Schauspieler hier waren, aber ich liebe einfach diese Stadt und ich liebe es, ein Reiseleiter für die Schauspielkollegen zu sein.

Was war das für ein Film, den du in Baton Rouge vor Twilight gedreht hast?

Er heißt The Killing Game, ein Film bei dem Jonah Loop Regie geführt hat., ein großer als Hard-R [amerikanische Filmbewertung] eingestufter Film mit Sam Jackson. Ich mochte ihn, ich hatte die beste Zeit. Ich liebe es zu kämpfen, daher konnte ich eine Menge meines Mixed Martial Arts und Waffentrainings anwenden. Es ist ein großer, aufregender Film.

Wie lange machst du schon MMA?

Nun, ich habe nicht wirklich MMA gemacht. Als ich aufgewachsen bin waren es nur ein paar Freunde, die in unserem Garten einen Fight Club hatten. Aber soweit es das gemischte Training betrifft, habe ich jetzt seit ein paar Jahren Boxtraining gemacht und ich liebe es, meine eigenen Stunts zu machen. Ich habe eine Menge neuer Freunde gefunden, die wirklich gut trainiert sind [Stuntmen] und wirklich professionell. [Für The Killing Game] ging ich zum Set und hatte keine Zeit zum Trainieren. Wir haben sofort mit dem Drehen begonnen, daher habe ich mittag, oder wann immer wir fünf Minuten hatten, einfach mit diesen Jungs gearbeitet – habe neue Waffen ausprobiert und neue Bewegungen gelernt. Und das ist es, was ich dieser Tage weitermache. Wenn ich zurück in LA bin, ist es das, was ich gerne ausarbeiten würde. Das ist es, was ich mit meiner Zukunft anfangen möchte – Actionfilme drehen. Also wenn ich bezogen auf meine Filme trainieren kann und keinen Monat Zeit nehmen kann zum Trainieren, wäre es nett, wenn ich zurückgehen könnte und die Zeit hätte, um mit meinen Jungs rumhängen könnte.

Du arbeitest aktuell am neuen Twilight-Film und du hast mit den Leuten nun seit einer Weile gearbeitet. Bist du ein wenig traurig, wenn das endet?

Nein, überhaupt nicht. Diese ganze Franchise ist definitiv besonders, um ein Teil davon zu sein. Es ist wirklich sehr unterschiedlich zu sagen wir mal den Herr der Ringe Filmen, wo du für Jahre unten in Neuseeland bist. Diese Filme sind irgendwie leicht und sie werden nicht langweilig. Man arbeitet für drei oder vier Monate an einem Film und dann geht man heim, und während dieser Zeitperioden haben wir Wochen frei, weil wir am Block drehen. Also, die ganzen Werwolf Drehs für ein paar Wochen, und dann die Vampir-Dreharbeiten. Wir kommen und gehen oft. Wir sind nicht – ich meine, niemand von uns hat von den anderen genug, wir alle lieben uns. Wir sind alle sehr verantwortungsvoll und wir nehmen die Möglichkeiten an, die uns die Teilnahme an dieser Franchise in unterschiedlichen Bereichen und Teilen der Industrie und unseres Lebens gegeben hat. Also ich habe noch nicht einmal wirklich darüber nachgedacht, es wird vor 2012 nicht wirklich enden und ein paar Monate danach – herumfliegen, Pressekonferenzen abhalten. Aber nein, ich bin definitiv nicht traurig … Es ist nicht Arbeit, weißt du?

Lass uns ein wenig das Thema wechseln. Du wurdest in der People’s Sexiest Men Alive Liste genannt. Wie ist das für dich, wenn du all diese, ähm, Preise denke ich, erhältst..

(Lacht.) Es schmeichelt sehr. Ich kann mich erinnern, ich habe Magazine wie dieses gesehen und ich sehe nicht wirklich fern. Aber weißt du, Ryan Reynolds ist ständig drin und jetzt auf der Titelseite, und es ist sehr demütigend, dass das People Magazine mich als ein Teil davon hätte.

Was denkt deine Familie?

Meine – meine Familie. (Lacht.) Ich meine, ich bin in die Schauspielerei geraten. Ich war immer irgendwie der “verrückte Kellan” und einfach nur voller Energie und mein eigenes Ding machend, sobald ich also zur Schauspielerei kam, ist deren Aufmerksamkeit sozusagen eskaliert. Weil ich es mag, meine eigene Aufmerksamkeit zu erregen. Ich bin zurück nach Iowa gefahren, wo meine Großeltern leben, und ich versuche sie so oft wie möglich zu sehen. Und sie lieben es. Sie sehen sich all meine Filme an. Wir sind in einer kleinen Stadt, so kennen sie alle bei ihrem Vornamen, es gibt eine Straßenlaterne, und sie erzählen (ihren Freunden) dass ich hinkomme. Sie sagen ‘Oh, er hat gerade seine Freunde zu Besuch’ weil beim letzten mal die ganze Stadt vorbeikam und ich habe nur Autogramme gegeben. Was ich gut finde, aber man denkt, man kann dem ganzen entkommen, wenn man sich mit den Großeltern mitten im Nirgendwo trifft. Dieses mal sagte ich ‘OK, lasst uns ein großes Barbeque machen. Es kann jeder kommen und Fotos machen’ weil ich nur einen Tag und einen halben dort hatte. Ich wolle auf der Farm herumhängen, ich wollte meine Cousins und so sehen und ich hatte nicht die Zeit, um einen ganzen Tag damit zu verbringen, das wieder zu machen. Und wir beschlossen ein Abendessen zu machen und wir hatten ein paar Leute eingeladen, und ich blieb bei der örtlichen Tankstelle stehen und, jeder kennt hier jeden, ihre Freunde fragten ‘Was macht ihr?’

‘Oh, das ist mein Enkel, er ist aus LA – aus Hollywood. Er ist Schauspieler. Er ist im People Magazine.’ Sie haben die ganze Sache drauf, und ich sagte ‘Großartig! Wirf mich den Wölfen zum Fraß vor!’ (Lacht.) Aber sie sind allerliebst, und es setzt ihnen so ein Lächeln ins Gesicht, und wenn ich das machen kann und es ihnen ein paar mehr Jahre beschert, dann will ich das auf alle Fälle.

Vermisst du jemals die Normalität?

Ich war niemals normal.

Was meinst du?

Ich meine, ich bin wirklich auf dem Boden geblieben – ich bin normal, aber ich bin sehr ziellos. ich kann nicht einfach am Computer sitzen. Ich kann nicht einfach die normalen Sachen machen. Ich mache immer irgendetwas – draußen sein, mache Dinge, die andere Leute einfach nicht tun und ich schaue darauf. Aber in meinem normalen Leben bin ich noch immer Kellan. Yeah, Twilight war eine Welt der Veränderung, und es hat mir in meiner Karriere geholfen, aber ich mache noch immer die selben Dinge wie immer. Ich gehe noch immer mit Freunden zum Bowlen und zu Batting Cages [Baseball-Boxen] und ich gehen noch immer die ganze Zeit zum Snowboarden, spaziere mit meinem Hund, gehe wandern. Das hat sich nicht geändert. Yeah, die Paparazzi ärgens sich darüber, wenn ich das mache (Lacht) und sie nicht daran gedacht haben, warme Kleidung einzupacken. Aber nein, ich habe mich nicht geändert.

Ich habe gesehen, du hattest auch die Premiere von einem Independent Film Meskada. Wie ist das für dich, von einer großen Produktion wie Twilight zu einem kleineren Independent Film zu gehen?

Da gibt es definitiv eine Veränderung, und ich mag das. Ich bevorzuge wirklich die Abwechslung. Ich hatte eine großartige Balance von Studio-Indie Filmen. Ich machte Love, Wedding, Marriage, The Killing Game, Meskada, A Warrior’s Heart, welche alles Indie-Filme sind. Man hat all diese Twilight-Filme, welche größer sind als Biografie-Filme. Und ich machte auch Immortals für Relativity, und das wird ein riesiger, epischer Mythologie-Film werden. Es ist wirklich großartig die größeren Filme zu machen, wo es eine Menge Zahnräder in der Maschine gibt, daher braucht es eine Menge Tage um etwas zu drehen, und dann diese kleineren Independent Filme. Man hat nur drei Wochen um sie zu drehen, daher ist man ziemlich aktiv, man hat wirklich großen Einfluss, und man muss seinen ganzen Text kennen, weil man es sich nicht leisten kann, mehrere Takes zu machen. Und sie sind einfach anders. Man kann verschiedene Charaktere spielen, und es gibt eine Menge großartiger Independent Drehbücher, genauso wie Studio-Filme.

Wie war es, an der Calvin Klein Campagne zu arbeiten? Ich meine, ich lebe in LA und ich erinnere mich, am Sunset raufgefahren zu sein und deine beinahe unausweichliche Plakatwand zu sehen. Wie war das für dich auf der anderen Seite?

Noch einmal, ich hatte so ein Glück mit allem. Ich war einfach so gesegnet, und ein Teil dieser Campagne zu sein war eine wirklich erstaunliche Erfahrung. Ich erinnere mich, als ich zum ersten mal am Sunset runtergefahren bin und da war eine Konstruktion, und meine Augen blickten nach links und ich sah meine Visage und meine Plakatwand. Man wird irgendwie scheu und ich war für eine Sekunde verlegen, weil ich da einfach nur in meiner Unterhose stand, aber es verwandelte sich schnell dazu, sehr stolz zu sein, sehr dankbar. Calvin Klein machte eine sehr provokative, großartige Kampagne mit all diesen Jungs, und ich denke, es wurde für die Firma gut gemacht. Einfach nur ein Teil davon zu sein – es ist geschmackvoll. Ich liebe die Klamotten, daher ist es toll ein Teil von etwas zu sein, was man wirklich trägt und liebt, und ich bin wirklich dankbar, dass ich in der Lage war, das zu tun.

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