Die Twilight-Saga und seine Hasser

Bild: © Summit Entertainment

Wie könnte man das neue Jahr auf einer Twilight-Fanseite besser beginnen als mit einem Knaller? Zur Abwechslung, und weil wir auch mal ein wenig abseits der Film-, Buch- und Schauspieler-News berichten, heute mal ein Artikel über Twilight-Hasser.

Wie bei vielen Themen gibt es auch bei der Twilight-Saga Leute, welche sie mögen oder vielleicht auch nicht, aber auch solche, die sie wirklich hassen. Warum das so ist und wie diese Personen ihren vehementen Twilight-Hass argumentieren, dem versucht dieser Artikel anhand verschiedener Beispiele auf den Grund zu gehen.

Erika Christakis, M.P.H., M.Ed. in frühkindlicher Erziehung und Harvard College Verwalterin, sowie Twilight Fan, äußert sich in einem spannenden Artikel auf time.com über die Intoleranz der Twilight Hasser. Sie ist überrascht über die giftige Ernsthaftigkeit, mit der diese die Verfilmung eines – wohlgemerkt – Oscarpreisträgers wie dessen Schauspieler, verurteilen, obwohl diese Anerkennung für ihre anderen Projekte erhalten haben.

Die Negativreaktionen teilt Christakis in zwei Lager. Die einen fänden das Thema einfach nur langweilig und nicht nachvollziehbar und die anderen nähmen Twilight zu ernst, weil sie behaupten, es würde auf eine gefährlichen Art und Weise die Jugend dazu führen, Fantasie und Realität zu verwechseln.

Aber genießen die Frauen nicht genauso wie ihre männlichen Kollegen ihr Fantasieleben, schräg, sexy und unwahrscheinlich? Der männlichen Spezies gestattet man jede gewaltigen oder degradierenden Elemente in den Filmen und wir verstehen es als Unterhaltung, obwohl Erika Christakis noch vermerkt, dass Gewalt im Bild mit gewalttätigem Verhalten in Verbindung stehe. „Aber schaut man eine Hochzeit zwischen einem jungfräulichen untoten Superhelden und einer menschlichen Braut an, schon regnet es Beschimpfungen.“ Soll man tatsächlich glauben, dass Eltern um ihre Töchter fürchten, weil sich die Braut von einem „100 Jahre alten Vampir, der eine Bettkante mit seinen Händen zerschmettern (und mit seinen Zähnen ein Kaiserschnitt durchführen) kann, schwängern lassen will?“

Diese ungewohnte verrückte weibliche Fantasie könnten manche Kritiker nicht nachvollziehen und es gefalle ihnen nicht, was diese über Männer erzählt. Die körperlichen Erfahrungen der Frauen zeigten sich den Männern auf unvorstellbare Weise, uninteressant und abstoßend. Twilight ist einer der seltenen Filme, welche die Menstruation anspricht.

Weltweit sterben mehr als 500.000 Frauen bei der Entbindung. Die meisten Mütter kennen das Gefühl des „fremden“ in ihrem Körper, somit ist es nicht überraschend, dass wir in Bellas grausiges Leid hineingezogen werden. Es sei Edwards realistische Verzweiflung, welche sich auf seinem blutverschmierten Gesicht abzeichne, die das Ausmaß dieser unglaublich Schauder erregenden Entbindung wiederspiegle, wenn bei einer Geburt alles schief geht. Bei einer Kinovorstellung hätte Erika Christakis eine Stecknadel fallen höre können. Das düstere Horrorambiente war umso greifbarer, da diese nicht auf unsere Vorstellungskraft zurückzuführen war, sondern sich lediglich um eine Übertreibung dessen ist, was manche Frauen täglich durchleben.”

Den vollständigen Originalartikel findet ihr hier.

Eine Ansichtssache

Eine Frau schlägt zurück. Wie schön! Wie wenig Vertrauen ein Teil unserer Gesellschaft der heutigen Jugend schenkt und wie gruselig die Twilight Saga für manche Männer im Grunde zu sein scheint, darf schon überraschen aber ist nicht maßgebend. Die harschesten Hasser sind nicht (nur) männlich. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Leute Twilight hassen, ein paar möchten wir euch noch vorstellen.

Der Vampir Fan

Den Vampirmythos so zu verunstalten wie in Twilight sei schlicht und ergreifend inakzeptabel. Vor “Dracula” konnte der Vampir zahlreiche Erscheinungsformen und Eigenschaften haben, aber hat sich “im wesentlichen auf das Vampirbild reduziert, welches Iren Bram Stoker 1897 in seinem Roman schuf.” Es ist eine Romanfigur deren Eigenschaften heute überraschenderweise als Tatsache angenommen werden (als gäbe es Vampire!). Manche meinen, die Dracula-Anhänger wollen die Entwicklung des “modernen Vampirs” in der Literatur nicht annehmen. Entwicklung? Die Eckzähne sind weg, die Angst vor Knoblauch und Kreuzen ist auch verschwunden, der schwarze Umhang ist verloren gegangen, das gruselige Schloss hat sich in Luft ausgelöst, sie sind “Vegetarier”, und zur Krönung glitzern sie auch noch in der Sonne! Auch wenn der Eindruck entstehen kann, Stephenie Meyer hätte den Vampirmythos entmystifiziert, ist es nicht umsonst, dass man sie die “Twilight-Vampire” nennt, die gehören eben nur der Twilight-Welt an. Ihre menschlichen Züge machen sie aus, und ihre Eigenschaften dienen der Fantasieerzählung. Dracula ist nicht ausgestorben – kann er auch nicht. *grins*

Der  Werwolf Fan

Nun ja, da ist nicht viel zu sagen, die “Kinder des Mondes” werden nur zum Schluss der Twilight Saga erwähnt, Caius hatte mit einem gekämpft, doch wir werden diese nie zu Gesicht bekommen (ok, weil  sie – von den Volturivampiren – nahezu ausgerottet wurden). Der Werwolfmythos ist demzufolge kaum angeknabbert worden. Die “Twilight Werwölfe” sind Gestaltenwandler, sie hätten sich auch in Bären oder Adler verwandeln können. Es war eben ein großer wunderschöner Wolf, der mit dem letzen großen Geisterhäuptling der Quileute seinen Körper teilte. Tom Gibbon (Leiter der Animations-Abteilung der Wölfe) bei Tippett Studio hat herausgefunden, dass viele der primitiven Völker und Gesellschaften  im Glauben lebten, die Wölfe könnten sich in andere Lebewesen verwandeln oder dem Menschen die Fähigkeit zur Gestaltwandlung übertragen.

Der Twilight Fan

Ein Teil der Fans der Twilight Bücher (und die sind meistens weiblich) hasst die Verfilmungen. Robert Pattinson sei einfach zu hässlich (im Buch wird Edward von Bella als umwerfend schön beschrieben). Der schönste Mann den ich je gesehen habe war ein Masai in der afrikanischen Landschaft, nicht mal Edward (aus dem Buch) kann mit ihm halten. Als schön bezeichnet man oft noch die perfekten Portraits aus Hochglanzmagazinen (die sind mir zu glatt). “Schönheit” ist subjektiv, aber was macht Edward eigentlich aus? Sein Aussehen? Vielleicht noch schlimmer fänden sie den Mangel an Genauigkeit der Eigenart der Twilight-Vampire. Ja, es hat mich auch irritiert, dass Esme beim Votum in New Moon an ihrem Kleid gezipfelt hat, Edward den Eindruck einer Gleichgewichtsstörung zeigt, als er Bella in seine Arme nimmt und über die Türschwelle trägt. Und was gar nicht geht, ist der Händedruck auf dem Flughafen. Ach Manno! Wie pingelig wir doch sind! Perfektion würde die Verfilmung nur erreichen, wenn die Twilight Vampire blau wären (CGI – Avatar).

Die Anderen

Die Twilight Saga sei grundsätzlich anti-feministisch. Bella habe keinen eigenen Willen (sie fährt mit Jacob vor Edwards Nase weg) und sei Opfer der Geschlechterrolle (sie kocht für ihren Vater), zudem idealisiere sie Edward (ist sie vielleicht verliebt?). Edward sei kontrollsüchtig, besitzergreifend und beherrschend (Bella schlummert eine ganze Nacht in Jacobs Armen und Edward darf Jacobs Gedanken live miterleben), schlimmer, Bella lässt es zu. Es soll auch anti-feministisch sein, den Namen des Mannes beim Heiraten anzunehmen! Ich rede jetzt nicht von Victoria und Maria (diese Frauen der Twilight Saga beherrschen die Kunst der Manipulation) oder der Denali Schwestern (diese beherrschen die Kunst der Verführung). Und war es nicht eine Frau, die durch ihren “Einsatz” (ohne mystische Kräfte) zur Rettung eines ganzen Quileute Stamms beigetragen hat?

Die Twilight Saga vermittle eine anti-Abtreibungsbotschaft. Bella will den „Stupser“ behalten (freie Wahl der Frauen ist nun anti-feministisch? grübel-grübel) Wenn Edward oder Jacob Bella überredet hätten, das “Ding” abzutreiben, was würde die Twilight Saga dann vermitteln, Feminismus? Oder könnten Edward und Co. den Druck, der die Gesellschaft auf werdende Mütter, die ein von der Norm abweichendes Kind erwarten, ausübt darstellen? Von Edwards Verzweiflung bis zu Bellas “Schild” dürfen wir weiterhin lesen: „Als Teenager müssen die Frauen gelehrt werden, dass sie ihre eigenen Interessen und Ideen nicht aufopfern müssen, um die Liebe eines Mannes zu gewinnen“. (The Mirror) – oder zwei *grins*

Bellas blaue Flecken in der Hochzeitsnacht seien Ausdruck einer gewalttätigen Handlunge, Liebe tue weh. (Sieht man auch eindeutig an Bellas Erinnerungen an diese Nacht!) Abgesehen davon, dass Bella am laufenden Band blaue Flecken erntet, dessen Ursprung ihr unbekannt ist, schmerzen sie Edward (der seiner Ansicht nach seine Stärke nicht unter Kontrolle hatte) und zeichnen die “Handschrift” ihrer Leidenschaft. Könnte man auch “Vampirknutschflecken” nennen.

Mormonisch soll die Twilight Saga ja auch noch sein wegen ihrer Keuschheit. Kleine Erinnerung: Der Löwe (Raubtier) verliebt sich in das Lamm (Beute), was klitzekleine Schwierigkeiten mit sich bringt. Wenn man den Spaß (oder die Lust) am Leben erhält, führt es zu einer gewissen Zurückhaltung. Doch das einzige fast mormonische ist das Eheversprechen, denn nur Ehen, die in einem Mormonentempel geschlossen werden, verbinden sich mit den Worten “in aller Ewigkeit” anstelle “bis der Tod uns scheidet”. Bella und Edward: “solange wir beide leben”.

Zum Schluss gebe es tausende Gründe, warum die Twilight Saga rassistische Botschaften bezeuge, auch dem Angloamerikaner gegenüber dem amerikanischen Ureinwohner. Die Cullen Vampire (die Weißen) zeigen Selbstkontrolle und die Werwölfe – (die Indianer/dunkelhäutige) zeigen sich hitzköpfig (Sam hat Emily verletzt – soll auch die häusliche Gewalt darstellen!). Die “Weißen” Neugeborenen hatten wahnsinnig viel Selbstbeherrschung gezeigt! Und ein Alpha Wolf (Indianer) kontrolliert durch reinen “Willen” ein ganzes Pack (zudem ihr Bund unzerstörbar ist).

Die Werwölfe schützen eigentlich die Menschen vor menschenbluttrinkenden Vampiren, aber da hapert es auch, sie töten Laurent, der einzige dunkelhäutige Vampir ist ein Bösewicht. (Und Franzose dazu!) Was wäre, wenn sie Victoria (weiß und Frau) geschnappt hätten? Hat jemand schon die “weißen” Bösewichte gezählt, zudem sie die einzigen sind, die eine “Weiße Unschuldige” (Bree Tanner) vernichten?

Totgeschwiegen wird die Allianz zwischen Vampiren (Weiße) und Werwölfen (Indianer), könnte ja man dann auch als Völkerverständigung verstehen und die besondere Freundschaft, die durch einen gemeinsamen Kampf entstanden ist (Edward und Seth) Wert Null? Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem nicht nur so viele “Nationalitäten” (von Rumänen bis Amazonen) vertreten sind, sondern diese auch noch gemeinsam eine starke Einheit bilden gegen die “Macht” (Volturi). Es wird Twilight auch vorgeworfen, keine Homosexuellen darzustellen. Es verschlägt einem die Sprache.

Die Twilight Welt

Twilight regt zur Fragestellung an, aber gibt keine Antworten, somit blüht es regelrecht an Äußerungen (oder Aufregungen?). Es liegt nur im Auge des Betrachters, was er sieht oder sehen will, insofern sind alle Kritiken berechtigt. Jedem bleibt es offen, wo oder ob er sich auf die Twilight Welt einlassen möchte, und die meisten Fans begeben sich u.a. in das unendliche Labyrinth ihrer eigenen Gefühlswelt. Es ist leicht, die Frage zu beantworten, warum man Twilight hasst, doch schwieriger wird die Antwort auf die Frage: Warum liebst du Twilight? Wer hat auf Anhieb eine deutliche Antwort auf diese scheinbar einfache Frage? Ich weiß nur, wie es sich anfühlt, hierzu habe ich keine Worte.

Erinnerungen

Ob Twilight-Fan, Gegner, Kritiker, Verteidiger oder Hasser, spiegeln sich in vielen Berichten die Leidenschaft, der Humor, der Zynismus, die Ängste, die Auffassungen oder die Erwartungen der jeweiligen Gesellschaft wieder. Es fühlt sich fast an wie eine weltweite politische Debatte. Wir erinnern uns, dass Twilight mit dem Traum einer Hausfrau und Mutter begann (Stephenie Meyer), diese hat aus Spaß 4 bzw. 5,1 Bücher (mit Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl und Midnight Sun) darüber geschrieben. Eine umfangreich bewertete Romanserie, die droht, durch seine Verfilmung als literarisch-psychologisch-mystisch-anthropologish-mormonisch-antifeministisches und politisches Werk zu enden? Und ich dachte schon, Twilight wäre ein Fantasiemärchen! Echt, ich glaubte Edward Cullen hätte mit seinem silbernen Volvo einfach nur den Prinzen auf seinem weißen Pferd in die Flucht getrieben.

“Alle Zeit der Welt mit dir wäre nicht genug, aber beginnen wir mit Für Immer…”Edward Cullen

“Wenn etwas oder jemand nach oben gejubelt wird und man an die vorderste Front gestellt wird, dann wollen die Leute einen niederreißen. Das ist irgendwie unheimlich.”Robert Pattinson.

Quellen: time.com, Planet Wissen, Movie Pilot, UNC The Mirror, Die Presse

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8 Kommentare to “Die Twilight-Saga und seine Hasser”

  1. Kerstin1975 sagt:

    Ich finde es schade, dass diese Twilight-Hasser ihre Meinung nicht einfach für sich behalten– denn niemand zwingt sie dazu, die Bücher zu lesen oder die Filme anzuschauen. Millionen Menschen auf der Welt begeistern sich für die berührende Geschichte um Edward und Bella und es tut mir persönlich weh, solche Hass-Tiraden und oft sehr verletzende Worte zu lesen. Gehen denn wir Twilight-Fans auch so mit den Interessen anderer um? Nein. Jeder Mensch sollte Fan von etwas sein dürfen, ohne, dass andere, die andere Interessen haben, ihn / sie dann runter machen und das, was ihm / ihr wichtig ist, in den Dreck ziehen. Denn würden sich ein wenig mehr Leute nach den Werten richten, wie sie die Twilight-Saga vermittelt, wäre die Welt ein besserer Ort.
    Lieber Gruß
    Kerstin1975

  2. Christiane sagt:

    Wow. Gut gebrüllt Löwe! LG

  3. Jasmin sagt:

    Leider ist es so entweder liebt man Twilight oder nicht. Ich kann gar nicht verstehen warum man Twilight nicht mögen kann.

    Aber ich denke mal das die meisten die nicht so begeistert davon sind, Männer sind die nicht verstehen können das wir Frauen dahin schmilzen. Das ist einfach nur Neid.

    Twilight forever!!!!!!

  4. Anita sagt:

    Wieder einmal vielen Dank für diesen wunderbar verfassten Artikel. Ich konnte mir das Kichern an vielen Stellen einfach nicht verkneifen …

    Unglaublich, wie viele sog. “Twilight-Hasser” doch offensichtlichen einen Haufen Zeit darauf verschwenden, die wildesten Spekulationen aufzustellen um uns zu verletzen … und trotzdem, das Herz und die Seele von Twilight werden sie in 1.000 Leben nicht erfassen können, weil sie dafür einfach nur zu blind sind.

    Ich empfinde tiefes Mitgefühl für Menschen, die so verblendet sind! Ihnen entgeht einer der schönsten Geschichten, die je geschrieben worden sind!

  5. shoppe69 sagt:

    Also, ich bin 42 und finde die Twilight-Story trotzdem schön! Sogar mein Mann mag sie! Erste Liebe, erste Sehnsucht, Generationskonflikt, Träume, Erfüllung, alles dabei – sehr romantisch. Ok, das muss nicht jedermann’s Sache sein, der “christliche-konservative” Einfluss ist auch deutlich, Bella hätte durchaus ab und an in Teil 1-3 einen etwas stärkeren Charakter zeigen können und Edward ist auch nicht gerade ein Ausbund an Nervenstärke, aber wenn man Romantik mag ist man hier richtig. Endlich mal eine Liebesgeschichte OHNE Sexszene – das war irgendwie erholsam. Ich hab die Bücher gelesen und jeden Film bisher gesehen, 1-3 auf DVD und den letzten jetzt grade im Kino.
    Was diese Geschichte in den Büchern so verständlich und auch liebenswert macht, sind die unausgesprochenen Gedankengänge der Akteure – und genau die fehlen in allen Filmen! Das macht die Handlung für die, die die Bücher nicht vorher gelesen haben, platt und irgendwie unvollständig! Da hat sich der Drehbuchschreiber wirklich keinen Gefallen getan! Die Intentionen und die Beweggründe der Film-Charaktere sind absolut nicht präsent in den Filmen, daher haben die Filme keinerlei Tiefgang. Das ist sehr schade!

  6. Kat sagt:

    Das war ein wunderbarer Artikel!
    Ich kann nicht nachvollziehen wie sich irgendwelche Menschen so einen Müll aus den Fingern ziehen können. Wahrscheinlich hat keiner von denen jemals eines der Bücher wirklich gelesen….
    Mir ist klar, dass etwas, das erfolgreich ist durch den “Dreck” gezogen wird aber ich finde definitiv, dass die Twilight- Saga das nicht verdient hat.
    Ich kann ganz genau sagen, was diese Geschichte in mir auslöst…. sie erinnert mich an die erste “richtige” Liebe, die weitaus anders ist als eine einfache Schwärmerei. Die Geschichte von edward und Bella bringt all die Gefühle wieder zum Vorschein, die man erlebt, wenn man das erste mal vollkommen jemanden verfallen ist und alles für sein Gegenüber tun würde.
    Leute, die so schlecht über Twilight reden und denken haben wahrscheinlich nie jemanden bedingungslos geliebt, denn dann könnten sie nachempfinden was in dieser Geschichte passiert.
    Im Prinzip sind mir diese “Hasser” egal, denn es gibt mehr Menschen, die diese Story lieben, schade finde ich nur, dass sie immer und immer wieder ihren Mund aufreißen anstatt einfach zu schweigen.
    Ich gehe jede Wette ein, dass wir im Frühjahr dieses Phänomen nochmals so drastisch miterleben werden, denn dann erscheint “The Hunger Games” im Kino. Meiner Meinung nach eine phantasitsche Trilogie, die ich ebenso liebe wie die Twilight- Saga, auch wenn sie komplett anders ist. Ich denke aber, dass Die Tribute von Panem im Anschluss ebenso zerissen werden wird, denn das bringt leider der Erfolg mit sich.
    Irgendwie ist es schade…..vermutlich liegt es einfach am Neid auf den Erfolg.

  7. Kati sagt:

    Um auf einen Kommentar weiter oben einzugehen: Natürlich muss niemand seine Meinung sagen. Man kann/darf es aber! Das gleiche gilt aber auch für Twilight-fans. Deswegen wird man als Twilight-fan wohl nie sicher vor nervtötenden Kommentaren von Kritikern sein, also sollte man besser lernen, seine Vorlieben zu verteidigen! Denke ich jedenfalls.
    Ich persönlich glaube, dass vor allem in der Jugend der “Hass” durch diese kleinen Teenefans, die mit ihrem Gehabe teilweise leider wirklich sehr penetrant sind, so verbreitet ist.
    Leider haben nicht sehr viele “vernünftige” Menschen Lust, ein Buch zu lesen, wo die Verfilmung von kleinen “iCh lIeBE TwILiGht sOooOoOo üBbeLsT dOOllE!”-schreibenden Kindern gesehen wird…die leider auch selbt die meiste Zeit nur den Film kennen.
    Was die Eltern angeht, die um ihre Kinder fürchten: Entweder sind die undfähig sich zu informieren, oder seeehr überbesorgt. Ich sehe da in manechem Krimi mehr Gefahr. Zudem: Es ist Fantasy, dessen sind sich die meisten Kinder bewusst, heißt, es spielt eine geringere Rolle in der Realität, als irgend ein Ereignis in einem Krimi, zum Beispiel.

  8. Traendis sagt:

    Ich glaube, diese Saga wird zu Ernst genommen… von vielen Seiten… Ich liebe diese Bücher, lese sie oft und gerne… aber es sind Bücher! Das ist weder real, noch soll es eine reale Welt darstellen… Es ist Urban-Fantasy… nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kein Edward wird je vor meiner Tür stehen, niemals wird Carlisle mich im Krankenhaus behandeln. Egal ob Hasser oder Fan, es sind Bücher; eine schöne, wundervolle Art abzutauchen und zu träumen, das wir unsere perfekte Liebe finden (wenn wir sie nicht schon haben). Mehr nicht. Jeder soll seine Meinung haben, jeder soll sie vertreten, aber niemand sollte vergessen, dass es “nur” Geschichten sind. :)